Pressemitteilung "FCAS – aber besser!“ – Beschäftigte von Airbus und MTU demonstrieren für ihre Zukunft

Die Beschäftigten von Airbus und MTU setzen ein Zeichen für die Fortführung des FCAS-Projektes und damit für die langfristige Sicherung ihrer Arbeitsplätze. Daniele Frijia, Geschäftsführer der IG Metall München: „Das FCAS-Programm kann auch bei uns Arbeitsplätze sichern.

FCAS

4. März 2026 4. März 2026


FCAS – aber besser!“ – Beschäftigte von Airbus und MTU demonstrieren für die Zukunft ihrer Arbeitsplätze

Die Beschäftigten von Airbus und MTU setzen ein Zeichen für die Fortführung des FCAS-Projektes und damit für die langfristige Sicherung ihrer Arbeitsplätze.

Daniele Frijia, Geschäftsführer der IG Metall München: „Das FCAS-Programm kann auch bei uns Arbeitsplätze sichern. Dafür braucht es jetzt einen Neustart. “

[München] – Das milliardenschwere Luftkampfsystem FCAS droht an Streitigkeiten zwischen Frankreich und Deutschland zu scheitern. Die Beschäftigten von Airbus und MTU fürchten mittelfristig um ihre Jobs. Unter dem Motto „FCAS – aber besser“ ruft die IG Metall für den

5. März 2026 zu einem Aktionstag auf, um Druck zu machen auf die Politik und die beteiligten Unternehmen: Sie sollen das gesamte Projekt auf neue Füße stellen, um so auch die Arbeitsplätze vor Ort zu sichern. Aktionen finden statt bei:

MTU Erding Landshuter Str. 70, 85435 Erding, 10 Uhr – Fotos vor Ort nicht möglich. O-Töne und Bilder im Nachgang auf Nachfrage möglich.

Airbus Ottobrunn/Taufkirchen Willy-Messerschmitt-Straße 1, 82024 Taufkirchen, 12:00 Uhr – Aufnahmen vor Ort möglich. Akkreditierung notwendig.

MTU München Dachauer Str. 665, 80995 München, Besucherparkplatz 14.30 Uhr – Aufnahmen möglich.

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Thomas Stocker, Vorsitzender des Betriebsrats der MTU München: „FCAS ist eine große Chance für die militärische Luftfahrtindustrie – für Europa, Deutschland auch für uns hier in der MTU. Die Politik muss jetzt endlich den Fortgang des Projekts vereinbaren, damit wir unsere gute Partnerschaft mit ITP und Safran fortführen können. MTU muss auch in einem veränderten FCAS-Programm eine starke Rolle in der Triebwerksentwicklung für eine nächste europäische Kampfflugzeuggeneration spielen.“

Hans Kompe, Leiter Team IG Metall Airbus Defence and Space Taufkirchen: „Die Beschäftigten in der militärischen Luftfahrt warten seit einem Jahr auf Bewegung beim FCAS-Programm. Stillstand gefährdet Arbeitsplätze, Kompetenzen und am Ende auch Europas Sicherheit. Wir brauchen endlich Entscheidungen – und ein FCAS, das besser wird, weil Deutschland Verantwortung übernimmt.“
 

Zur Kundgebung rufen die Unternehmen und die IG Metall München auf. Ihr Geschäftsführer, Daniele Frijia, auch Mitglied des Aufsichtsrats der MTU, sagt anlässlich der Aktion: „Die Beschäftigten hier an den Standorten sind hoch motiviert, erfüllen eine wichtige Aufgabe und machen einen hervorragenden Job. Sie verdienen sichere Arbeitsplätze und klare Perspektiven für ihre Zukunft. Dafür muss das FCAS-Programm jetzt zukunftsfähig und fair aufgestellt werden. Wir erwarten von der Politik und den beteiligten Unternehmen den Umbau jetzt sofort anzugehen.“

Beim Future Combat Air System (FCAS) handelt es sich um das derzeit größte europäische Rüstungsprojekt zur Entwicklung eines Luftkampfsystems der nächsten Generation für die Zeit ab etwa 2040. Es ist ein Verbundsystem aus einem bemannten Kampfjet, dem sogenannten „Next Generation Fighter“, Drohnen und einer vernetzten Cloud, getragen von Deutschland, Frankreich und Spanien.

Am Streit um diesen Kampfjet droht das Projekt zu scheitern. Verantwortlich dafür ist aus Sicht der IG Metall das französische Unternehmen Dassault, das seit einem Jahr eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe torpediert. Nachdem dieser Streit nun ein Jahr Stillstand verursacht und sich weiterhin keine Lösung abzeichnet, plädiert die IG Metall wie auch der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie BDLI für einen Neustart des Programms: im Rahmen von FCAS sollen zwei Flugzeuge entwickelt werden.

Beide Organisationen sind überzeugt: Mit einem Flugzeug unter deutscher Federführung bringen wir dieses zentrale europäische Zukunftsprojekt wieder in die Spur und leisten damit einen echten Beitrag für Sicherheit und Souveränität. Der Ansatz erlaubt unterschiedliche nationale Schwerpunkte und reduziert Reibungsverluste, weil Kooperation dort stattfindet, wo sie wirtschaftlich und technologisch sinnvoll ist – nicht dort, wo sie politischer Symbolik geschuldet ist. Politik und beteiligte Unternehmen müssen diesen Neustart nun in Angriff nehmen.

Aufruf Aktionstag FCAS

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