⇒ Viele Menschen in München beteiligen sich an erfolgreichem Aktionstag
⇒ Deutliche Forderungen an Arbeitgeber und Politik
⇒Sibylle Wankel, Bevollmächtigte IG Metall München: „Die Menschen haben klar gezeigt: Jetzt reicht’s!“
München – Der Aktionstag der IG Metall für eine starke Automobilindustrie am 21. September 2026 ist aus Sicht der IG Metall München ein voller Erfolg. Mit einem großen Autokorso hat die Gewerkschaft ein klares Zeichen gesetzt: „Zukunft statt Kahlschlag!“ Bundesweit haben Beschäftigte der Automobilindustrie, Hersteller, Zulieferer und Entwicklungsdienstleister den ganzen Tag protestiert, von der Frühschicht bis zur Nachtschicht.
„Jetzt ist schnelles Handeln angesagt! Die Arbeitgeber müssen endlich in unsere Standorte und damit in die Zukunft investieren, statt nur auf kurzfristige Rendite zu schauen. Die Beschäftigten und ihre Familien tragen an dieser Krise keine Schuld! Sie haben Sicherheit und klare Perspektiven verdient“, sagt Sibylle Wankel, Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall München.
Daniele Frijia, Geschäftsführer der IG Metall München ergänzt: "Die Automobilindustrie besteht nicht nur aus Automobilwerken. Auch die Zulieferindustrie steht unter Druck. Insbesondere in München sind IT- und Entwicklungsdienstleister betroffen."
Stimmen aus den Betrieben:
Dr. Martin Kimmich, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats BMW und Vorsitzender des Betriebsrats BMW München: "Wir zählen auf die BMW Kultur, die bisher, auch in schwierigen Zeiten, Lösungen auf Augenhöhe ermöglicht hat. Und darauf, dass das Unternehmen sich weiter zum Standort Deutschland bekennt und so mit gutem Beispiel vorangeht.“
Lucas Marchlewitz, Vorsitzender des Betriebsrats der Mercedes Niederlassung München: Der Angriff von Mercedes auf die 35-Stunden-Woche ist völlig deplatziert. Kürzere Arbeitszeiten sichern Beschäftigung. Das war 1985 so richtig wie heute! Auch der Verkauf aller Niederlassungen - ist strategisch falsch. Denn mit der Aufgabe des Servicenetzwerks verliert das Unternehmen hier einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber chinesischen und amerikanischen Herstellern."
Karina Schnur, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der MAN Truck & Bus SE: "Verlagern, um Kosten zu sparen, ist weder innovativ noch nachhaltig. Um der chinesischen Konkurrenz im hiesigen Nutzfahrzeug-Markt Paroli bieten zu können, braucht es qualitativ hochwertige Fahrzeuge und die gebündelte Schlagkraft von Arbeitgebern und Politik."
Die IG Metall München nimmt nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Politik in die Pflicht. Zu den Forderungen der Gewerkschaft zählen eine konsequente Industriepolitik, die deutsche und europäische Wertschöpfung schützt und fördert sowie faire und wettbewerbsfähige Energiekosten. Außerdem fordert die Gewerkschaft die Beibehaltung der Altersteilzeit im Blockmodell sowie der Rente für langjährig Versicherte nach 45 Beitragsjahren.
Rund 100 Autos und ca. 250 Beschäftigte aus Münchner Betrieben bildeten einen Autokorso zum bundesweiten Aktionstag der IG Metall.
Mit dieser Kraft im Rücken startet die IG Metall nun zum Aktionstag für einen starken Sozialstaat am 26.09. in Nürnberg!
Weitere Infos dazu finden Sie hier: https://bayern.dgb.de/mitmachen/kampagnen/sozialstaat/